20.10.2011 Untragbare Zustände für Mieter der GSW im Weitlingkeiz

In den vergangenen Wochen und Monaten häuften sich Beschwerden von Mieterinnen und Mietern der GSW Immobilien AG im Weitlingkiez über zunehmend unzumutbare Mietbedingungen. Die Beschwerden betreffen die Wohnanlagen in der Metastraße, Friedastraße, Irenenstraße und Margaretenstraße. Der im Bezirksamt zuständige Stadtrat für Bauen und Wohnen Andreas Geisel (SPD) unterstützt die Bewohnerinnen und Bewohner. Bei der Durchsetzung der Mieterinteressen sind auch eine Mieterverein, das Forum Weitlingkiez und die Stadtteilmanagerin Frau Ulbrich maßgeblich beteiligt.

Die Beschwerden reichen von mangelnder Instandhaltung der Häuser und Wohnungen, über undichte und verzogene Fenster, veraltete Elektrik, Wasserleitungen und Heizanlagen bis hin zu bröckelndem Putz. Auch eine starke Mieterfluktuation wird bemängelt. Vandalismus, Lärmbelästigung und übermäßiger Alkoholkonsum werden beobachtet; viele Bewohner fürchten, dass sich die Wohnanlagen zu einem sozialen Brennpunkt entwickelt.

Am 20. Oktober treffen sich die GSW-Mieter im Gemeinderaum der freikirchlichen Gemeinde in der Heinrichstraße 31 erneut zu Beratungen. Höchstwahrscheinlich im Januar werden Vertreter der GSW sich an den Beratungen beteiligen und Konzepte zur behutsamen Sanierung vorlegen.

Der Weitlingkiez hat sich in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt. Ein Grund hierfür war eine erfolgreiche Sanierungsstrategie. Die GSW ist in der Verantwortung, hier nachzuziehen. Die Sorgen der Mieterinnen und Mieter müssen ernstgenommen werden. Ich vertraue auch darauf, dass sich das neue Bezirksamt um das Problem kümmern und alle Beteiligten an einen Tisch bringen wird.


18.07.2011 In der Victoriastadt unterwegs

Liebe Nachbarn,

viel hat sich in den letzten Jahren getan in der Victoriastadt. Kaum ein anderer Kiez in Lichtenberg hat sich so dynamisch entwickelt wie das historische Viertel zwischen Nöldnerplatz und Rummelsburg. Viele Studenten und junge Familien sind aus dem nahen Friedrichshain hierhergezogen.

Neben den positiven Veränderungen gibt es aber auch Herausforderungen, denen sich die Politik stellen muss. Wohnungsknappheit und steigende Mieten gehören ebenso dazu wie die wohnortnahe Versorgung mit Kita- und Schulplätzen. Auch die Situation der Kreativwirtschaft und der Umbau des Ostkreuzes bewegen die Menschen im von Bahngleisen umschlossenen Quartier.

Die Perspektiven des Kiezes stehen im Mittelpunkt des Kiezspaziergangs am 23. Juli. Treffpunkt ist um 15 Uhr am S-Bahnhof Rummelsburg, Ausgang Nöldnerstraße. Als Ansprechpartner stehen allen Interessierten Andreas Geisel, Baustadtrat für Bauen, Umwelt und Verkehr und Bürgermeisterkandidat sowie Kerstin Beurich, Stadträtin für Schule, Sport und Soziales Rede und Antwort.

Im Kaskelkiez hat sich in den letzten Jahren viel getan. Ich möchte von den Anwohnerinnen und Anwohnern persönlich erfahren, welche Perspektiven sie sehen und welche Probleme ihnen besonders am Herzen liegen.


04.07.2011 Für bezahlbare Mieten in unseren Kiezen

Wohnlagenkarte 2011

In Juni ist der neue Mietspiegel vorgestellt worden. Er zeigt, dass die Mieten nicht nur im innerstädtischen Bereich steigen, sondern beispielsweise auch in Lichtenberg. Berlin ist eine attraktive und wachsende Großstadt mit Unternehmensansiedlungen und Zuzug. Die Kehrseite des Wachstum sind steigenden Mieten und Verdrängung.

Mieterhöhungen erfolgen oftmals bei Mieterwechsel. Ist eine Wohnung leergezogen, wird sie deutlich über dem Mietspiegel neu vermietet. Dadurch steigt das allgemeine Mietniveau und die ortsübliche Vergleichsmiete. Insbesondere die städtischen Wohnungsbaugesellschaften könnten bei freiwilligem Verzicht auf diese Art der Mieterhöhungen für eine gute Durchmischung sorgen, denn Mieterhöhungen führen zu Verdrängung.

Wegen der touristischen Nachfrage werden manche Wohnungen im innerstädtischen Bereich vorzugsweise als Ferienwohnungen vermietet. Das schafft zusätzlichen Mangel an Wohnraum. Zweckentfremdungen sollen zukünftig ausgeschlossen sein.

Um auf den Berliner Wohnungsmarkt weiterhin Einfluss nehmen zu können, sollte das Land Berlin dauerhaft 300.000 Wohnungen bei den städtischen Vermietern wie der HOWOGE vorhalten. Weitere Privatisierungen sind auszuschliessen.

Der Senat setzt derzeit bei Privatisierungen auf einen verlängerten Kündigungsschutz für Mieterinnen und Mieter und bringt dazu eine Bundesratsinitiative ein.

Die aktuelle TOPOS-Studie über die Sanierungsgebiete Weitlingkiez und Viktoriastadt zeigen, dass die gelungene städtebauliche Sanierung der Kieze zu einer drastischen Mietentwicklung geführt haben. So stiegen die Mieten in der Viktoriastadt seit der ausrufung des Sanierungsgebietes 1996 um 23%. Die Menschen brauchen keine Luxussanierungen, sondern Wohnen zu guten Preisen in ihren Kiezen.

Mehr Informationen über den Mietspiegel finden Sie unter

http://www.stadtentwicklung.berlin.de/wohnen/mietspiegel/

 


04.05.2011 Kiezspaziergang- Herrausforderungen für den Weitlingkiez

Einladung zum KiezspaziergangLiebe Nachbarn!
ich lade Sie hiermit herzlich zu unserem Kiezspaziergang am 22.Mai ein.
Wir treffen uns um 14 Uhr am Bahnhof Lichtenberg (Ausgang Weitlingstraße).
Insbesondere freue ich mich verschiedene Träger der Stadtteil- oder Sozialarbeit begrüßen zu dürfen. Gewerbetreibende der Weitlingstraße haben ihr Kommen zugesagt.
Rede und Antwort stehen Ihnen Andreas Geisel (stellv. Bürgermeister und Stadtrat für Stadtentwicklung, Bauen, Wohnen, Umwelt und Verkehr) und Kerstin Beurich (Stadträtin für Schule und Soziales).
Gerne beantworten wir auch Ihre Fragen und Anregungen!

Ich freue mich auf ihr Erscheinen

Herzlichst Ole Kreins


17.08.2009 Viel geschehen im Weitlingkiez

Es ist viel gesehen in den letzten vierzehn Jahren im Sanierungsgebiet Weitlingstraße. 2009 wurde das Sanierungsgebiet nach erfolgreicher Kur wieder aus der Behandlung entlassen.

Der Patient ist gesund, denn die Sanierungsziele sind fast vollständig erreicht worden. Grund für die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes im Jahr 1994 waren massive bauliche Missstände. 60% der Wohnungen wiesen einen umfassenden Sanierungsbedarf auf, fast 10% hatten keine innen liegende Toilette, 20% kein Bad oder Duschraum. 85 % der Gebäude wurden mit Kohle beheizt. Die Beheizung mit Kohle führte zu hoher Luftverschmutzung und beeinträchtigte die Lebensqualität. Der Wohnungsleerstand lag bei 8%, etliche Wohnungen waren unbewohnbar. Weitgehende Brachflächen kennzeichneten die südliche Abgrenzung (Lückstraße). Es fehlte an Grünanlagen und Freiflächen. Straßenbeläge waren in schlechtem Zustand.

Die soziale Infrastruktur war teilweise vorhanden (Kant-Gymnasium in der Lückstraße, Robinson-Grundschule und die Kita „Sonnenblume“ in der Wönnichstraße), aber die baulichen Zustände meist katastrophal. Es fehlten Spielplätze, Sportstätten für Schul- und Freizeitsport oder einfach nur ein paar grüne Straßenbäume. Die Sanierung musste sich also nach drei Schwerpunkten richten: Erstens: die Wohnverhältnisse verbessern, ohne eine soziale Verdrängung zu bewirken. Zweitens: die soziale und kulturelle Infrastruktur musste erneuert und ergänzt werden. Und schließlich mussten Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes eine Aufwertung des Gebietes bewirken.

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