
Wohnlagenkarte 2011
In Juni ist der neue Mietspiegel vorgestellt worden. Er zeigt, dass die Mieten nicht nur im innerstädtischen Bereich steigen, sondern beispielsweise auch in Lichtenberg. Berlin ist eine attraktive und wachsende Großstadt mit Unternehmensansiedlungen und Zuzug. Die Kehrseite des Wachstum sind steigenden Mieten und Verdrängung.
Mieterhöhungen erfolgen oftmals bei Mieterwechsel. Ist eine Wohnung leergezogen, wird sie deutlich über dem Mietspiegel neu vermietet. Dadurch steigt das allgemeine Mietniveau und die ortsübliche Vergleichsmiete. Insbesondere die städtischen Wohnungsbaugesellschaften könnten bei freiwilligem Verzicht auf diese Art der Mieterhöhungen für eine gute Durchmischung sorgen, denn Mieterhöhungen führen zu Verdrängung.
Wegen der touristischen Nachfrage werden manche Wohnungen im innerstädtischen Bereich vorzugsweise als Ferienwohnungen vermietet. Das schafft zusätzlichen Mangel an Wohnraum. Zweckentfremdungen sollen zukünftig ausgeschlossen sein.
Um auf den Berliner Wohnungsmarkt weiterhin Einfluss nehmen zu können, sollte das Land Berlin dauerhaft 300.000 Wohnungen bei den städtischen Vermietern wie der HOWOGE vorhalten. Weitere Privatisierungen sind auszuschliessen.
Der Senat setzt derzeit bei Privatisierungen auf einen verlängerten Kündigungsschutz für Mieterinnen und Mieter und bringt dazu eine Bundesratsinitiative ein.
Die aktuelle TOPOS-Studie über die Sanierungsgebiete Weitlingkiez und Viktoriastadt zeigen, dass die gelungene städtebauliche Sanierung der Kieze zu einer drastischen Mietentwicklung geführt haben. So stiegen die Mieten in der Viktoriastadt seit der ausrufung des Sanierungsgebietes 1996 um 23%. Die Menschen brauchen keine Luxussanierungen, sondern Wohnen zu guten Preisen in ihren Kiezen.
Mehr Informationen über den Mietspiegel finden Sie unter
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/wohnen/mietspiegel/