18.07.2011 In der Victoriastadt unterwegs

Liebe Nachbarn,

viel hat sich in den letzten Jahren getan in der Victoriastadt. Kaum ein anderer Kiez in Lichtenberg hat sich so dynamisch entwickelt wie das historische Viertel zwischen Nöldnerplatz und Rummelsburg. Viele Studenten und junge Familien sind aus dem nahen Friedrichshain hierhergezogen.

Neben den positiven Veränderungen gibt es aber auch Herausforderungen, denen sich die Politik stellen muss. Wohnungsknappheit und steigende Mieten gehören ebenso dazu wie die wohnortnahe Versorgung mit Kita- und Schulplätzen. Auch die Situation der Kreativwirtschaft und der Umbau des Ostkreuzes bewegen die Menschen im von Bahngleisen umschlossenen Quartier.

Die Perspektiven des Kiezes stehen im Mittelpunkt des Kiezspaziergangs am 23. Juli. Treffpunkt ist um 15 Uhr am S-Bahnhof Rummelsburg, Ausgang Nöldnerstraße. Als Ansprechpartner stehen allen Interessierten Andreas Geisel, Baustadtrat für Bauen, Umwelt und Verkehr und Bürgermeisterkandidat sowie Kerstin Beurich, Stadträtin für Schule, Sport und Soziales Rede und Antwort.

Im Kaskelkiez hat sich in den letzten Jahren viel getan. Ich möchte von den Anwohnerinnen und Anwohnern persönlich erfahren, welche Perspektiven sie sehen und welche Probleme ihnen besonders am Herzen liegen.


04.07.2011 Für bezahlbare Mieten in unseren Kiezen

Wohnlagenkarte 2011

In Juni ist der neue Mietspiegel vorgestellt worden. Er zeigt, dass die Mieten nicht nur im innerstädtischen Bereich steigen, sondern beispielsweise auch in Lichtenberg. Berlin ist eine attraktive und wachsende Großstadt mit Unternehmensansiedlungen und Zuzug. Die Kehrseite des Wachstum sind steigenden Mieten und Verdrängung.

Mieterhöhungen erfolgen oftmals bei Mieterwechsel. Ist eine Wohnung leergezogen, wird sie deutlich über dem Mietspiegel neu vermietet. Dadurch steigt das allgemeine Mietniveau und die ortsübliche Vergleichsmiete. Insbesondere die städtischen Wohnungsbaugesellschaften könnten bei freiwilligem Verzicht auf diese Art der Mieterhöhungen für eine gute Durchmischung sorgen, denn Mieterhöhungen führen zu Verdrängung.

Wegen der touristischen Nachfrage werden manche Wohnungen im innerstädtischen Bereich vorzugsweise als Ferienwohnungen vermietet. Das schafft zusätzlichen Mangel an Wohnraum. Zweckentfremdungen sollen zukünftig ausgeschlossen sein.

Um auf den Berliner Wohnungsmarkt weiterhin Einfluss nehmen zu können, sollte das Land Berlin dauerhaft 300.000 Wohnungen bei den städtischen Vermietern wie der HOWOGE vorhalten. Weitere Privatisierungen sind auszuschliessen.

Der Senat setzt derzeit bei Privatisierungen auf einen verlängerten Kündigungsschutz für Mieterinnen und Mieter und bringt dazu eine Bundesratsinitiative ein.

Die aktuelle TOPOS-Studie über die Sanierungsgebiete Weitlingkiez und Viktoriastadt zeigen, dass die gelungene städtebauliche Sanierung der Kieze zu einer drastischen Mietentwicklung geführt haben. So stiegen die Mieten in der Viktoriastadt seit der ausrufung des Sanierungsgebietes 1996 um 23%. Die Menschen brauchen keine Luxussanierungen, sondern Wohnen zu guten Preisen in ihren Kiezen.

Mehr Informationen über den Mietspiegel finden Sie unter

http://www.stadtentwicklung.berlin.de/wohnen/mietspiegel/