25.03.2011 Einladung zur Zukunftswerkstatt Weitlingkiez

Der Weitlingkiez gehört zu den wohl bekanntesten und lebendigsten Orten in Lichtenberg. Es ist viel geschehen in den letzten fünfzehn Jahren im Sanierungsgebiet Weitlingstraße. 2009 wurde  der Patient Weitlingkiez nach erfolgreicher Kur wieder aus der Behandlung entlassen. Aber welche Ideen gibt es für die Zukunft? Was fehlt im Kiez?

Bahnhof LichtenbergDiese und weitere Fragen sollen bei der Zukunftswerkstatt Weitlingkiez mit möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern besprochen und beantwortet werden. Ich werde am Samstag, den 02.04.2011 ab 10 Uhr in den Räumen der Ev.-Freikirchlichen Gemeinde (Heinrichstraße 31) bei der Zukunftswerkstatt Weitlingkiez teilnehmen und lade Sie recht herzlich ein, auch Ihre Interessen und Wünsche zu äußern. Bringen Sie Ideen und Anregungen mit und lassen Sie uns gemeinsam über unsere Zukunft als Nachbarn im Kiez diskutieren.

Können Sie nicht persönlich vor Ort sein? Dann schicken Sie mir Ihre Ideen oder Anregungen per Mail an ole.kreins@spd-lichtenberg.de.

 

Ihr Ole Kreins



22.02.2011 Weitlingkiez für Demokratie und Toleranz

Am Abend des 16.02. versammelten sich unangemeldet, und damit illegal, ca. 30 Neonazis am S-Bahnhof Lichtenberg, um mit Fackeln und unter „Ausländer Raus“ Rufen durch die Weitlingstraße zu ziehen. Beim Eintreffen der von Anwohnern alarmierten Polizei ergriffen diese Vermummten die Flucht.

Diese abscheuliche Demonstration darf nicht unwidersprochen bleiben. Der Weitlingkiez hat in den letzten Jahren an seinem Ruf gearbeitet, ist bunter und vielfältiger geworden. Für die Lichtenbergerinnen und Lichtenberger sind die vielen Projekte vor Ort gibt, gerade ein Zeichen von Toleranz und der erstarkenden Zivilgesellschaft.

Im Wahlkampf 2006 wurde ich selbst zum Ziel von Beschimpfungen und Bedrohungen. Die Ereignisse der letzten Tage jedoch sprechen eine andere Sprache. Ich rufe alle Lichtenbergerinnen und Lichtenberger, vor allem alle Anwohnerinnen und Anwohner des Weitlingkiezes auf, ein klares Zeichen gegen rechte Gewalt und deren Täter und Helfer zu setzen. Zugleich bitte ich Sie, nicht wegzuschauen, die Polizei zu rufen, einzugreifen, Zivilcourage zu beweisen um damit die Zivilgesellschaft zu stärken.

Erklärung des Lichtenberger Bündnisses für Demokratie und Toleranz


12.01.2011 Kein NPD-Wahlkampfauftakt in der Lichtenberger Max-Taut-Schule!

Ole Kreins unterstützt den nachfolgenden Aufruf der Fraktionen der demokratischen Parteien in der Bezirkverordnetenversammlung Lichtenberg:


Gemeinsamer Aufruf der Fraktionen der demokratischen Parteien in der Bezirksverordnetenversammlung Berlin- Lichtenberg

Kein NPD-Wahlkampfauftakt in der Lichtenberger Max-Taut-Schule !

Wir – die Fraktionen der demokratischen Parteien in der Lichtenberger Bezirksverordnetenversammlung – stellen uns geschlossen gegen die Veranstaltung der inzwischen vereinigten rechtsextremen Parteien NPD und DVU zu ihrem Wahlkampfauftakt am 15. Januar 2011 in der Aula der Max-Taut-Schule.

Ihr Erbauer Max Taut wurde 1933 von öffentlichen Ausschreibungen ausgeschlossen. Sein Bruder Bruno Taut wurde ins Exil getrieben. Es ist uns eine Verpflichtung, dass ihr architektonisches Erbe nicht zum Versammlungsort für Rechtsextremisten wird.

Wir sind empört, dass die Max-Taut-Aula, die auch regelmäßiger Sitzungssaal unserer Bezirksverordnetenversammlung ist, für die sattsam bekannte fremdenfeindliche und nationalistische Propaganda der Veranstalter missbraucht werden soll. Wir begrüßen es, dass Bildungssenator Zöllner Beschwerde beim Berliner Verwaltungsgericht gegen dessen Entscheidung eingereicht hat, dass die NPD ihre Veranstaltung in dieser Bildungseinrichtung durchführen darf.

Wir rufen alle Lichtenbergerinnen und Lichtenberger, alle Berlinerinnen und Berliner auf, sich an den angemeldeten gewaltfreien Gegendemonstrationen am 15.01.2011 um 12.45 Uhr vor der Max-Taut-Schule am Nöldnerplatz (S-Bahn-Station!) zu beteiligen.

Die Fraktionen von SPD, LINKE, CDU und Bündnis 90/Die Grünen


15.05.2010 Für Demokratie und Toleranz

Keine Duldung von rechtsextremen Schändungen im Lichtenberger Weitlingkiez
In der Nacht zum 8. Mai 2010 wurden nun zum dritten Mal in einem Monat die Stolpersteine für die jüdische Familie Loewenberg in der Leopoldstraße geschändet. In der gleichen Nacht wurde das Ehrenmal in der Nöldnerstraße vor der Erlöserkirche mit einem Hakenkreuz beschmiert.

Die Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig. Mit diesen Gedenktafeln soll an das Schicksal der Menschen erinnert werden, die im Nationalsozialismus ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden.

In Lichtenberg wird das Projekt durch die Netzwerkstelle Licht-Blicke (pad e.V.) betreut. Die geschändeten Stolpersteine wurden im November 2009 von einer Schüler/innengruppe der nahe gelegenen Immanuel-Kant-Oberschule verlegt. Dazu wurden zahlreiche Recherchen zum Leben der früheren Bewohner/innen angestellt. Die Schülerinnen und Schüler haben herausgefunden, dass Arthur, Gertrud und Max Loewenberg im März 1943 von den Nationalsozialisten in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert worden sind. Dort wurden sie wahrscheinlich ermordet. Das Haus Ecke Leopold-/ Emanuelstraße war der letzte Wohnsitz der Familie.
Die Farbattacke entwürdigt das Gedenken an die Familie Loewenberg ebenso wie das Gedenken an die anderen in den Tod getriebenen Lichtenberger Jüdinnen und Juden.

Ich verurteile diese wiederholten rechtsextremen Schändungen.
Als Nachbar, Bürger und Politiker begrüße und unterstütze das Verhalten von den Anwohnerinnen und Anwohnern, die Anzeige bei der Polizei aufgrund der Sachbeschädigung erstatteten und die Stolpersteine anschließend reinigten.
Wir stehen ein für einen menschlichen, weltoffenen und toleranten Weitlingkiez und für das friedliche Zusammenleben aller Menschen in diesem Land, ungeachtet ihrer Weltanschauung, Religion, Kultur oder Hautfarbe.

Ole Kreins beim Reinigen des Stolpersteins

Abdruck Stolperstein Reinigung 28.04.2010 in der Berliner Woche