17.02.2010 Zur Jugendarbeit im Gensinger Kiez

Im Gensinger Kiez – dem Sozialraum 23 Lichtenbergs – leben nach Angaben des Bezirksamtes 5490 Menschen, davon 1100 im Alter zwischen 6 und 25 Jahren. Das ist ein erheblicher Teil der Lichtenberger Bevölkerung. Jeder Mensch benötigt eine gewisse Infrastruktur, Straßen und öffentlichen Personennahverkehr, Ärzte, Einrichtungen der Nahversorgung und so weiter. Auch werden Einrichtungen benötigt, in denen Kinder und Jugendliche betreut werden: Kitas, Schulen, Sport- und Erholungsflächen. Allerdings existiert im Gensinger Kiez neben dem Fachärztemangel, der ja ganz Lichtenberg betrifft, sowie der Unterversorgung mit Einzelhandel und Gastronomie eine weitere Problemsituation. Diese ist im Unterschied zu den genannten fehlenden Nahversorgungseinrichtungen allerdings hausgemacht und wäre durch den Bezirk veränderbar; es handelt sich um die bauliche Situation der Jugendclubs im Viertel. Hierzu berichtete die SPD-Fraktion schon im eigenen Presseorgan „Fraktion vor Ort“ 02/2008. Damals hegten wir noch die Hoffnung, dass mit dem Abriss des Forums Kalinka, ein leer stehender, maroder und von Vandalismus gezeichneter Dienstleistungswürfel, dem Bezirk Ausgleichsmittel zustehen würden. Diese Ausgleichsmittel hätte der Investor an den Bezirk zahlen müssen, damit der Bezirk einen neue Bleibe für den Jugendclub AF70 finanzieren kann, denn der AF70 war der letzte verbleibende Mieter im Forum Kalinka.

Der Jugendclub AF70 im Komplex Kalinka

Nun ist leider zum wiederholten Male der Investor abgesprungen, damit bleiben auch die geplanten Ausgleichsmittel von ca. 300.000 € aus. Die Falkenburg, beheimatet in einem ehemaligen Sportfunktionsgebäude, wies erhebliche bauliche Mängel auf: ein undichtes Dach, fehlerhafte Elektrik, unzureichende sanitäre Anlagen und ein fehlender Fluchtweg. Mittlerweile hat die Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE Mittel eingesetzt, um dem Bezirk bei der Sanierung zu unterstützen. Trotzdem ist dies für die Falkenburg keine dauerhafte Lösung. Zu groß sind die baulichen Defizite am Standort. Die SPD-Fraktion entwickelte die Idee eines „Hauses der zwei Türen“;auf der einen Seite betreuen die Jungen Humanisten Jugendliche, auf der anderen Hausseite findet die Kinderarbeit der Falken statt. Der dazu benötigte Neubau soll nun aus Mitteln des Förderprogramms Stadtumbau Ost in den Jahren 2009 bis 2011 in Höhe von insgesamt 895.000 € vom Senat finanziert werden. 100.000 € müsste der Bezirk im Jahr 2011 mitfinanzieren, so steht es jedenfalls in der Investitionsplanung des Bezirks. Damit das versprochene Wort gilt, habe ich persönlich beim Bezirkamt den Stand des Neubaus, die Finanzierung des Projektes und die Beteiligung der Jugendlichen nachgefragt.

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14.10.2008 Perspektiven für Friedrichsfelde-Ost

Unter diesem Titel stand der diesjährige Kiezspaziergang der SPD-Friedrichsfelde. Am vergangenen Sonntag führten Ole Kreins (Bezirksverordneter) und Andreas Geisel (Stadtrat für Stadtentwicklung, Bauen, Umwelt und Verkehr) zusammen mit dem Soziokulturellen Zentrum LIBEZEM und dem Kiezbeirat durchs Wohngebiet Gensinger Viertel. Etwa 50 Anwohnerinnen und Anwohner waren gekommen, um Probleme zu benennen und mit den Politikern ins Gespräch zu kommen.

Im Interesse der Anwohnerinnen und Anwohner lag die Zukunft des Dienstleistungswürfels Kalinka. Der Komplex Kalinka steht fast leer, weil die Bausubstanz marode ist. Nur der Jugendclub AF70 hat noch keine neue Bleibe gefunden. Ein Investor, der den Komplex abreißen und neu bebauen wollte ist vor kurzem abgesprungen. Daher stehen auch keine Ausgleichsmittel in Höhe von 300.000 € zur Verfügung, die der Investor für den Neubau eines Jugendclubs an anderer Stelle hätte bezahlen müssen.

Auch die Falkenburg ist in einem bedauerlichen Zustand, daher entwickelte sich die Idee ein „Haus der zwei Türen“ zu realisieren. An einem Ende dieses Hauses spielen die Kinder der Falkenburg und am anderen Ende findet die Jugendarbeit des AF70 statt.

Der Stadtrat Andreas Geisel (SPD) hat für diese Idee bereits 900.000 € aus Mitteln des Stadtumbaus Ost bereitgestellt. Nun hoffen alle Beteiligten auf eine schnelle Lösung.

Ole Kreins sagte zu, einen Antrag in die Bezirksverordnetenversammlung einzubringen, der das Bezirksamt beauftragt, einen Plan zu erarbeiten, um unter geänderten Bedingungen das „Haus der zwei Türen“ zu realisieren. „ Die Zukunft der Kinder- und Jugendarbeit im Gensinger Kiez muss endlich gesichert werden“ forderte Ole Kreins (SPD).

Grund zur Freude haben die Kleinen, denn „Hertha BSC Berlin wird einen Bolzplatz auf dem Schulhof der Adam-Ries-Grundschule bauen, der vormittags durch die Schüler und nachmittags von den Kindern des umliegenden Wohngebiets genutzt werden kann“ so Andreas Geisel (SPD).

Herr Klemm vom Kiezbeirat sprach unter anderem die Ordnung und Sauberkeit auf den Grünflachen und Spielplätzen an, denn regelmäßig werden diese von Nachbarn als Hundetoiletten benutzt und unachtsam Müll in die Grünanlagen geworfen. Der Kiezbeirat wünscht sich mehr Eigenverantwortlichkeit der Bürgerinnen und Bürger und erfolgreiche Kontrollen durch das Ordnungsamt. Eine illegale Mülldeponie konnte lokalisiert und durch das Bezirksamt beseitigt werden.