Seit heute 4 Uhr ist die neue Ringbahnhalle am Ostkreuz in Betrieb. Die neue Ringbahnhalle prägt schon jetzt das Gesicht des modernen Bahnhofs Ostkreuz genauso wie der hundertjährige Wasserturm. An den Kosten der Hallendachkonstruktion von rund 12 Millionen Euro beteiligte sich das Land Berlin mit rund drei Millionen, der Bund finanzierte 2,65 Millionen Euro, den Rest die Deutsche Bahn. Auf dem 152 Meter langen Bahnsteig wurden heute die ersten beiden Aufzüge in der 130-jährigen Geschichte des Bahnhofs in Betrieb genommen. Sie führen vom S-Bahnsteig zu den Ausgängen Sonntagstraße bzw. Hauptstraße. Nach Fertigstellung aller Bahnsteige am Ostkreuz wird der Ringbahnsteig über sechs Aufzüge und zehn Fahrtreppen verfügen. Somit ist künftig das beschwerliche Treppensteigen am Ostkreuz passé. Und die neue Halle schützt erstmals seit der Eröffnung des Bahnhofs 1882 die Fahrgäste vor Wind und Wetter.
Zur feierlichen Eröffnung hielten Michael Müller, der Berliner SPD-Vorsitzende und Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, Ingulf Leuschel, DB AG-Konzernbevollmächtigter für das Land Berlin und Dr. André Zeug, Vorstandsvorsitzender der DB Station&Service AG die Grußworte und schnitten anschließend einen Kuchen an, der die Form der neuen Ringbahnhalle hatte.

Zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen aus dem Abgeordnetenhaus wurden dann die Kuchenstücke an die zahlreichen Bürgerinnen und Bürger verteilt.
Bis zum Jahr 2016 sollen die Bauarbeiten am Bahnhof Ostkreuz beendet werden. Dann stehen den Reisenden sowohl auf der Stadtbahn (Ost-West-Richtung) als auch auf dem Ring Regionalbahnsteige zur Verfügung. Sie binden den Stadtraum Ost besser an den Flughafen Willy-Brandt-International (BER) an. Durch Ostkreuz gewinnen auch die Regionalbahnhöfe in Hohenschönhausen und Lichtenberg wieder an Bedeutung.
Meinem Kollegen Sven Heinemann (MdA) und der Betroffenenvertretung am Runden Tisch ist es zu verdanken
, dass das Ostkreuz anwohnerfreundlich umgebaut worden ist und Belastungen möglichst gering gehalten wurden.
Bis zum geplanten Abschluss der Bauarbeiten am Ostkreuz in vier Jahren bleibt noch viel zu tun: Zusätzliche Aufzüge sollen eingebaut werden und weitere Querungsmöglichkeiten für FußgängerInnen sowie RadfahrerInnen entstehen. Der Bahnhof muss besser an das bestehende Tramnetz angebunden werden. Die Bahnhofsvorplätze brauchen zudem mehr Fahrradstellplätze und einen offenen Zugang.
Bei Fragen stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.